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Einblicke

Die Cannabis Nährstoff-Speisekarte

3.März 2021 | Manuela

Hand, welche nach einem Cannabisblatt greift in Mitten von vielen Pflanzen

Pflanzen brauchen einiges mehr als Licht und Liebe. Auch Cannabis freut sich über einen ausgewogenen Speiseplan.

So sieht die Nährstoff-Speisekarte einer Cannabispflanze aus

Was genau auf dem Menü steht und vor allem auch warum, eröffnet unseren Dreiteiler zum Thema «Cannabis und seine Nährstoffe». Im zweiten Teil schauen wir uns dann an, wie Cannabis seine Bedürfnisse kommuniziert und im Finale gucken wir unserem Chefkoch über die Schultern und finden heraus, was alles in der hauseigenen Düngermischung vor sich hin brutzelt.

Die Photosynthese

«Photosynthese» - Für viele der erste grosse Begriff im Wortschatz. In den Chloroplasten der Pflanze werden Kohlendioxid und Wasser mit Hilfe von Lichtenergie in Glucose umgewandelt. Dabei wird Sauerstoff freigesetzt, der wiederum in die Umwelt abgegeben wird. Die Glucose wird als Stärke gespeichert oder zu Zellulose weiterverarbeitet. Das ist die Grundlage einer jeden zufriedenen Pflanze, auch von Cannabis. Ausserhalb dieser Grundlage braucht die Cannabispflanze aber noch einiges an unterstützenden Nährstoffen, die entweder aus der Umwelt gewonnen oder in Form von Dünger künstlich zugeführt werden.

Die 14 Nährstoffe der Cannabispflanze

N und P und K und Ca und S und Mg. Dann noch ein bisschen Fe und B und Mo und Mn und Cu und Cl und Zn und Co. Das ist der Buchstabensalat, den eine Cannabispflanze gerne auf der Speisekarte hat. Was sind die genauen Zutaten und warum sind sie wichtig?

Nährstoff
Aufgabe
Stickstoff (N)
Stickstoff ist der Motor im Pflanzenwachstum. Sein Eingriff in den Stoffwechsel beeinflusst die generative und die vegetative Wachstumsphasen nachhaltig. Er ist ein wichtiger Baustein für Chlorophyll. Ausserdem ist er an Wachstumsenzymen, Alkaloiden und Vitaminen beteiligt. Wachstumsleistung und Photosynthese sind von Stickstoff abhängig.
Phosphor (P)
Phosphor spielt eine zentrale Rolle in der Zellverbrennung und der Energieübertragung in einer Pflanze. Zudem ist er ein unerlässlicher Teil der Zellwände, der DNA und verschiedenen Eiweissen und Enzymen. Gerade in der frühen Entwicklung einer Pflanze ist Phosphor unentbehrlich. Die höchste Konzentration findet sich so auch in den Wurzeln und Schösslingen.
Kalium (K)
Kalium ist vor allem am Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt. Dort unterstützt er die Synthese und den Transport der gewonnen Kohlenhydrate. Auch Kalium beteiligt sich an verschiedenen Eiweissen und zusammen mit Kalzium reguliert es die Osmose, erhöht den Zelldruck und sorgt so für stabile Zellen.
Kalzium (Ca)
Kalzium ist zusammen mit Kalium für die Integrität der Zellstruktur verantwortlich. Es fördert die Zellstreckung und die Funktionsfähigkeit der Zellmembran.
Schwefel (S)
Schwefel ist Teil des Chlorophyllhaushalts, somit direkt an der Lichtabsorption und dem Energietransfer beteiligt. Darüber hinaus ist Schwefel auch Bestandteil einiger Aminosäuren, Enzymen, Vitaminen und Proteinen. Ein guter Schwefelgehalt sorgt auch noch für eine bessere Stickstoffaufnahme. Nicht der bestriechende Mitspieler, aber ein echter Libero.
Magnesium (Mg)
Magnesium ist an einer Reihe von Stoffwechselprozessen beteiligt. Etwa ein Drittel geht in den Bau von Chlorophyll. Magnesium ist also für ein schönes Blattgrün nicht wegzudenken.
Eisen (Fe)
Eisen aktiviert Enzyme, die essenziell sind für die Samen- und Keimbildung, sowie eine funktionierende Photosynthese.
Bor (B)
Bor beeinflusst, ähnlich wie Kalium dem Kohlenhydratstoffwechsel und unterstützt so das gesunde Wachstum einer Pflanze. Zusätzlich ist Bor Bestandteil der Zellwände, der Zellteilung und -streckung, somit an der Elastizität der Cannabispflanze nicht ganz unschuldig.
Molybdän (Mo)
Molybdän ist Teil des Pflanzenstoffwechsels und aktiviert verschiedene Enzyme, die Form, Farbe und Wachstum der Blätter beeinflussen.
Mangan (Mn)
Mangan fördert die Proteinsynthese, aktiviert wichtige Enzyme und reguliert den Hormonhaushalt der Cannabispflanze. Es nimmt Einfluss auf das Wachstum, die Entwicklung der Wurzeln und Resistenzen gegenüber Frost.
Kupfer (Cu)
Kupfer ist vielerorts mit von der Partie; bei der Photosynthese, der Proteinsynthese, der Aktivierung von Enzymen und bei der Blütenbildung. In der ersten Wachstumsphase unterstützt Kupfer die Samen- und Fruchtbildung.
Chlor (Cl)
Chlor wird von Pflanzen als Chlorid benötigt. Es übernimmt wichtige Funktionen in der Osmoseregulation und der Einhaltung des elektrischen Gleichgewichts.
Zink (Zn)
Zink ist beteiligt an einigen Enzymen und am Stoffwechselprozess. So ist es verantwortlich für eine optimale Pollen- und Samenqualität, ein gesundes Wachstum. Darüber hinaus verringert ein gesunder Zinkanteil die Anfälligkeit gegenüber Missbildungen, Krankheiten und schädlichen Organismen.
Kobalt (Co)
Die Rolle von Kobalt für die gesunde Entwicklung einer Pflanze ist noch nicht lange bekannt. Kobalt kann die Pflanzenverfügbarkeit gegenüber Stickstoff, Phosphor und Kalium erhöhen.

Der Unterschied zwischen Makro- und Mikronährstoffe

Steht mehr auf dieser Speisekarte als angenommen, nicht wahr? Wer erfolgreich Growen möchte, sollte diese Nährstoffe immer in der Balance halten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den Makro- und den Mikronährstoffen. Zu den Makronährstoffen gehören Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalzium, Schwefel und Magnesium. Alle anderen landen in der Kategorie der Mikronährstoffe.

Wie der Name schon andeutet, braucht es von den Mikronährstoffen nur geringe Mengen. Die Makronährstoffe, allen voran Stickstoff, Phosphor und Kalium, bekannt auch als N-P-K, sind matchentscheidende Bausteine für eine erfolgreiche Ernte. Was passiert, wenn einzelne Menüelemente fehlen oder sich der Cannabis mal überisst erfährst du im Blogbeitrag «Wie erkenne ich die Nährstoffbedürfnisse einer Cannabispflanze?»

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