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Einblicke

Cannabis Lagerung – Drei Säulen Prinzip

18.Februar 2021 | Manuela

Regal mit vielen verschweisten Cannabispaketen, welche aufeinander gestapelt sind

Was für Weintrinker und Zigarrensammler schon lange bekannt ist, darf auch bei qualitativ hochstehendem Cannabis nicht vergessen gehen: Die optimale Lagerung.

Warum die Lagerung von Cannabis so wichtig ist

Wir haben Genetik ausgesucht, sorgsam geklont und gepflanzt, haben sie wochenlang gehegt und gepflegt. Wir haben Trichome unter die Lupe genommen, um zwischen milchig und bernsteinfarben rechtzeitig zu zuschlagen. Wir haben schonend getrocknet und sorgsam getrimmt. Summa summarum: Wir haben viel Zeit und Leidenschaft investiert. Zu viel, um mit einer schlechten Lagerung die ganze Mühe in die Tonne zu hauen.

Cannabis ist eine Pflanze, ein Lebewesen und hört mit dem Ernteschnitt nicht auf mit seiner Umwelt zu reagieren. Nach einer schonenden Trocknung und einem gekonnten Trimm ist die Arbeit nicht getan. Die Lagerung darf nicht vernachlässigt werden und kann bei Versäumnissen aus einer aromatischen Blüte einen Haufen kratzender Brösel machen.

Die zu beachtenden Kernkompetenzen sind Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Eine Balance dieser Faktoren führt zu einer langen Haltbarkeit, hoher Potenz und aromatischen Buds.

Licht

Ein:e erfahrene:r Grower:in weiss, wie wichtig Licht für die Entwicklung der Cannabispflanze ist. Sie mag Struktur und einen genauen Rhythmus. Sie mag, je nach Wachstumsphase, gewisse Lichtfarben mehr als andere. Was bei der Entwicklung zu schönen Blüten unerlässlich ist, wird nach der Ernte zum Störfaktor: Bei zu viel Licht werden die Umwandlungsprozesse, die beim «Verfall» der Pflanze geschehen, gestört. Das Paradebeispiel hierfür ist das THC, dass sich unter zu viel Lichteinfluss in CBN umwandelt.

Die Photosynthese, die Reaktion auf Licht und die Umwandlung dessen in Nährstoffe, ist Grundstein eines erfolgreichen Pflanzendaseins. Der wichtigste Darsteller in der Photosynthese ist das Chlorophyll. Es betreibt den Löwenanteil der Lichtabsorbtion und Umwandlung in Energie. So unerlässlich und positiv Chlorophyll für die Entwicklung der Pflanze ist, beim Cannabiskonsumierenden hat es den gegenteiligen Effekt: Es kratzt und ist bitter. Nach der Ernte sollte es abgebaut werden. Das geschieht vor allem dann, wenn Blüten möglichst viel Zeit in der Dunkelheit verbringen.

Die Grünkraft Blüten werden deshalb, wenn möglich, in lichtgeschützten Behältern transportiert. Sie kommen in undurchsichtigen Tonnen in die Verpackung, werden sortiert und abgepackt. Den Weg durch Europa machen sie dann in den klassischen Kartonschachteln, geschützt vor Licht. Das hilft, dass sich das Chlorophyll verzieht und beschert dem Konsumenten einen weicheren Genuss.

Temperatur

17-22 °C ist die Empfehlung - 22 °C ist unser Sweetspot. Wird es mehr, so trocknen die Blüten aus. Ist die Temperatur zu niedrig, so macht die Potenz sich aus dem Staub. Die Trichome, die kleinen haarähnlichen Strukturen auf der Cannabispflanze, die all die Goodies enthalten, die uns Freude bereiten, gehen bei falscher Lagerung kaputt. Zu heiss oder zu kalt und sie zerbröseln und fallen ab.

Eine konstante Temperatur während der ganzen Lieferkette ist nicht zu halten, aber es ist wichtig, dass die Blüten nicht lange extremen Temperaturen ausgesetzt sind. Wir kontrollieren die Temperatur in unseren Lagerräumen konstant. Unsere Faustregel: Eine wohlige Zimmertemperatur ist auch für unsere CBD-Blüten am angenehmsten.

Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Anteil Wasserdampf im Gasgemisch der Luft. Wer schon mal ausgiebig und heiss geduscht hat, wird dem Phänomen spätestens beim Blick in den Spiegel schon begegnet sein.

Veränderungen in der Luftfeuchtigkeit haben einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität von Cannabis und das nicht nur während des Wachstums, sondern ebenfalls gerade nach der Ernte. Die «American Society for Testing and Materials» hat sich noch nicht vor allzu langer Zeit mit der Thematik Cannabis befasst und dabei einen Richtwert von 55-65 % Luftfeuchtigkeit als ideal statuiert. Lieg sie darüber, wird die Pflanze anfällig für Schimmel. Ist die Luftfeuchtigkeit darunter, dann trocknet sie aus; verliert Potenz und Aroma.

Fun Fact: Anno dazumal begegnete man dieser Problematik mit Hausmitteln. Orangenschalen, Apfelschnitze, feuchte Küchenpapiere oder gar Brot wurden dem Cannabis zur Seite gestellt.

Grundsätzlich unterstützen wir die Verwendung von Hilfsmitteln, müssen in diesem Fall aber stark davon abraten. Die Beigabe solcher Mittel birgt immer das Risiko von Kontaminationen; die natürlichen Aromen der Pflanze werden verfälscht und die Luftfeuchtigkeit kann nicht konstant gehalten werden. Die moderne Lösung fürs Problem heisst Salzwasser.

Vier durchsichtige Cannabispackungen mit Humidpacks von Boveda drin

Boveda x Grünkraft

Kurz vor dem Vakuumieren treffen Boveda’s Humidpacks auf die CBD-Blüten von Grünkraft

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Tafelsalz hat die Eigenschaft, für sich und seine Umgebung immer eine konstante Luftfeuchtigkeit von 75 % zu erzeugen. Verschiedene Salze haben da verschiedene Präferenzen. Auf diesem Prinzip gründen die modernen Salzwasser-Befeuchter. Eingeschlossen in einer osmosefähigen Membran schlummert in solchen Befeuchter-Packs eine Mischung aus gefiltertem Wasser und ausgewählten Salzen.

Die Membran sorgt dafür, dass nur Wasserpartikel aus der Packung dringen. Gleichzeitig bestimmt das Salz, wie viel abgegeben und zurückgeholt wird. So sorgt ein Salzwasser-Befeuchter auf natürliche Weise für eine konstante Luftfeuchtigkeit in seiner Umgebung.

Anders als sein Konkurrent, das Glycerin, schafft es die Salzwasserlösung in kürzester Zeit, grosse Feuchtigkeitsschwankungen aufzufangen. Deswegen sind die sogenannten «Humidpacks» nicht mehr aus der Cannabisindustrie wegzudenken.

Eine starke Partnerschaft zwischen Boveda und Grünkraft

Grünkraft arbeitet seit Jahren mit dem Marktführer Boveda zusammen. In all unseren vakuumierten Paketen versteckt sich immer eines ihrer Befeuchter-Packs. Boveda sorgt nicht nur für konstant angenehme Wetterbedingungen in unseren verschickten Paketen, sondern kleidet auch jedes einzelne Trichom in einen Schutzmantel aus destilliertem Wasser. So entweichen weder Potenz noch Aroma.

Hast du auch schon mal eine Packung Cannabis geöffnet und dich an einer Nase voll erfreut? Was ein bekanntes Bild im Hanfhandel ist, ist eigentlich ein Zeichen fehlender Konservierung der Duftstoffe in den Trichomen. Was wir so gerne riechen sind verlorene Aromen, die durch den Boveda-Schutzschild dort bleiben, wo sie sein sollen, nämlich in der Blüte und das bis zu dir nach Hause oder in den Laden.

Der Teufel liegt im Detail – Wie hängen Luftfeuchtigkeit und Gewicht zusammen?

Anders als Licht und Temperatur ist die Luftfeuchtigkeit auch ein direkter wirtschaftlicher Faktor, der oft vergessen geht. Mehr Feuchtigkeit in den Blüten erzeugt mehr Gewicht. Wir haben uns unter anderem genau deshalb für die 62 % Bovedapacks entschieden. Sie erhalten mehr Feuchtigkeit, und halten so mehr Gewicht als die 58 % Befeuchterpacks. Was beim Privatkonsumierenden kaum auffällt, kann bei grösseren Mengen einen finanziellen Unterschied machen. Unser Ziel ist es, dir hochqualitative Blüten ohne grossen Gewichtsverlust zu liefern.

Cannabis Lagerung – die Quintessenz

Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit – Das sind die drei Säulen einer erfolgreichen Cannabis Lagerung. Grünkraft behält seine Thermo- und Hygrometer darum immer im Auge. Zusätzlich achten wir darauf, die Blüten möglichst wenig zu bewegen, um keine Trichome unnötig zu gefährden. Wir arbeiten nur mit Handschuhen und auf gereinigten Oberflächen, denn Schimmel kann sich schon lange vor dem Verpacken einnisten. Lupen sind nicht nur im Haus, damit wir uns an der Schönheit der Cannabispflanze erfreuen können, sondern um einem allfälligen Schimmelbefall auf die Schliche zu kommen. Sind wir zufrieden mit unseren Blüten, kriegen sie ein Bovedapack an die Seite, werden vakuumiert und ziehen in eine Dunkelkammer aus Pappe. So treten sie ihre Reise an, aus den idyllischen Bergen in alle Winkel Europas.

«Richtig lagern heisst nicht alles gewonnen, aber falsch gelagert heisst ziemlich sicher, viel verloren.»

Quellen

  • Adams, Philip. Weedology: Alles über den Cannabis-Anbau. 2018. Solothurn. Nachtschatten Verlag AG.

  • Lizermann, LL. Der Cannabis-Anbau: Der einfache Weg zum eigenen Homegrow. 2020. Solothurn. Nachtschatten Verlag AG.

  • Lore, Chuck. Cannabis: Anbau, Ernte und Konsum. 2020. Solothurn. Nachtschatten Verlag AG.

  • Mike, MoD. Enzyklopädie der Cannabiszucht: Fachbuch der Hanfgenetik. 2020. Solothurn. Nachtschatten Verlag AG.

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