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Wissen

Was ist CBD?

1.Dezember 2020 | Manuela

Im Hintergrund ist eine Cannabispflanze und darüber das chemische Zeichen für CBD

THC. CBD. CBG. CBN. CBV – So viele Abkürzungen. So viele Produkte: CBD-Öl, CBD Fresh Spray, CBD-Blüten, CBD-Emulsionen und so weiter. Was kaufe ich da eigentlich? Was ist CBD? Warum sind die drei Buchstaben in so vieler Munde? Grünkraft startet einen Erklärungsversuch.

Auf den Spuren von CBD

Am besten fangen wir von ganz vorne an: Bei der Cannabispflanze. Die Cannabispflanze stammt wahrscheinlich aus Zentralasien, da ihre globale Verbreitung aber schon sehr früh stattfand, lässt sich die Herkunft nicht mehr abschliessend klären. Die frühe Globalisierung der Pflanze liegt wohl einerseits an ihrer robusten Art, andererseits an ihrer vielseitigen Nutzung.

  • In einem fast 3000-jährigen Grab in China, fand man beispielsweise schon Cannabis als Grabbeigabe.

  • Die ältesten europäischen Funde sind über 5000 Jahre alt und wurden im Raum Thüringen gemacht.

  • Die alten Griechen und Ägypter kleideten sich in Hanftücher.

  • Texte zu der medizinischen Verwendung von Cannabis finden sich schon im mittelalterlichen Europa.

Das Hanfblatt als Symbol hat Ikonenstatus und so einiges an Kulturgut wurde der Königin der Nutzpflanzen gewidmet. Grundsätzlich gibt es zwei Gattungen dieser Pflanze: sativa und indica. Von beiden Gattungen gibt es unzählige Varianten. Wir bleiben beim Cannabis sativa, bekannt auch als Nutzhanf und weniger als berauschendes Mittel. Die Cannabispflanze ist eine monözische Pflanze oder einfach ausgedrückt eine Pflanze, die weibliche, wie auch männliche Blüten tragen kann. Für unsere Lokalisierung von CBD, bleiben wir bei den weiblichen Exemplaren.

CBD Inhaltstoffe

Eine Pflanze namens Cannabis sativa L. ist also die Wundertüte, in der auch CBD steckt. Schauen wir uns deren Beipackzettel doch einmal genauer an. In einer durchschnittlichen Cannabispflanze finden sich über 500 aktive Stoffe, die sich grundsätzlich in drei Typen klassifizieren lassen:

  1. Flavanoide

    Flavanoide geben der Pflanze ihre Farben, filtern Licht und ziehen Bestäuber an. In der Natur gibt es tausende verschiedene Flavanoide, etwa zwanzig davon finden sich auch in einer Cannabispflanze.
  2. Terpene

    «Terpen» ist der wissenschaftliche Name für natürliche ätherische Öle. Über 20 000 verschiedene Terpene wurden schon beschrieben und etwa 200 finden sich auch in der Hanfpflanze. Sie geben den einzelnen Sorten Ihren Geschmack, haben aber auch für die Heilkunde spannende Eigenschaften.
  3. Phytocannabinoide

    Kommen wir zum matchentschiedenen, den Phytocannabinoiden, zu denen auch das CBD zählt. Cannabinoide sind, etwas rudimentär ausgedrückt, eine Ansammlung von Kohlenstoffmolekülen, die auf den Spitzen von mikroskopisch kleinen, haarähnlichen Enden der weiblichen Cannabisblüten sitzen. Das wohl bekannteste Cannabinoid ist THC. An zweiter Stelle folgt unser CBD, dann gibt’s da noch CBG, CBN, CBV und viele mehr. Zum heutigen Zeitpunkt hat man über 140 solcher Phytocannabinoide identifiziert und es werden immer mehr.

CBD ist ein (Phyto-)Cannabinoid

Cannabidiol, kurz CBD ist also ein Cannabinoid. Hätte man bei der Namensgebung auch etwas schärfer trennen können, muss man aber nicht. Wir sind ja wachsame Schüler:innen. THC, das wohl bekannteste Cannabinoid, ist vor allem durch seinen psychoaktiven Charakter bekannt, den das CBD nicht teilt, im Gegenteil, sogar eher hemmt. Man geht stark davon aus, dass jedes Phytocannabinoid andere Eigenschaften besitzt und mit dem menschlichen Körper anders interagiert.

Warum eigentlich der Zusatz «Phyto»? «Phyto» heisst pflanzlich, impliziert also, dass es auch andere Cannabinoide gibt. Im menschlichen Organismus heissen sie Endocannabinoide. Erst in den 1990er Jahren wurde das körpereigene Endocannabinoid System entdeckt. Wie die bisherige Forschung gezeigt hat, scheinen die Phytocannabinoide unsere körpereigenen Endocannabinoide nicht nur zu unterstützen, sondern gegebenenfalls auch zu ersetzen.

Cannabinoiden wurde eine Vielzahl an Eigenschaften nachgewiesen: entzündungshemmend, schmerzlindernd, beruhigend, nervenschützend, etc. Da die Forschung hier noch am Anfang steht, können noch nicht alle Cannabinoide ihren jeweiligen Charakteristika zugeordnet werden. Ausserdem zeichnet sich immer mehr ab, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Wirkstoffe ein entscheidender Faktor ist.

CBD Wirkung: Ein Mannschaftssport

Nun haben wir die Keyplayer gefunden und sie warten auf ihren Einsatz. Teamwork makes the dream work. CBD ist ein überaus verheissungsvoller Stoff in der Behandlung vieler Beschwerden. Die Cannabispflanze bietet aber noch so viel mehr. Flavonoiden verdanken wir nicht nur das satte Grün, sondern auch eine erwiesenermassen antioxidantische Wirkung. Die Terpene bringen nicht nur Würze, sondern auch einen grossen Rucksack an positiven Eigenschaften mit. All diese Komponenten finden wir in der Cannabispflanze wieder und so überrascht es nicht, dass die Heilkraft der Pflanze seit Jahrtausenden bekannt ist.

Leider wurde im letzten Jahrhundert, durch die Kriminalisierung, eine Wissenslücke verursacht, die es gilt, bald aufzuholen. In bisherigen Studien hat sich gezeigt, dass das einzigartige Zusammenspiel unserer Keyplayer einen entscheidenden Faktor in der Bewältigung verschiedener gesundheitlicher Beschwerden darstellt. Anders als pharmazeutische Medikamente beinhaltet Cannabis eine Vielzahl an Wirkstoffen und kann so auf mehrfache Weise positiven Einfluss auf den Körper nehmen. Diesen sogenannten «Entourage-Effekt» werden wir in einem zukünftigen Blog noch genauer unter die Lupe nehmen.

Ein Blick in die Zukunft: Kreiere dein eigenes CBD-Öl

Machen wir doch einen kleinen Fantasiespaziergang. Stell dir eine Welt vor, in der all die Terpene, Flavanoide und Cannabinoide erforscht und lokalisiert sind. Du gehst auf unsere Website und stellst aus unserem Menü deine spezifische Kombination zusammen. Ein Fläschchen CBD-Öl aus den Berner Alpen wirkt entspannend, ein Tropfen Limonen Terpen schmeckt fruchtig und hat eine antioxidantische Wirkung, verfeinert mit einem Schuss Flavanoid Querzetin, bekannt dank grünem Tee und voilà: Deine persönliche Grünkraftmischung. Klingt futuristisch, ist aber alles andere als utopisch und in den Grundzügen schon Realität.

Die Vielzahl an Cannabissorten erlauben verschiedenste Kombinationen der einzelnen Wirkstoffe und erfahrene Botaniker:innen können hier schon sehr spezifische Mischungen zubereiten. Es liegt nun an der Forschung, der CBD-Branche, der Politik und vielen anderen den nächsten Schritt zu gehen. Grünkraft ist bemüht, diese Entwicklungen voranzutreiben, um für dich die bestmöglichen Produkte zu entwickeln. Hilf mit, indem du CBD zum Thema macht, deine Erfahrungen teilst und das gesellschaftliche Interesse an diesem Naturheilmittel am Leben erhältst. Teamwork halt.

Quellen und weiterführende Links

  • PhD Blesching, Uwe. The Cannabis Health Index. 2015. Berkley. North Atlantic Books.

  • Dr. Goldstein, Bonni. Cannabis is Medicine. 2020. London. Headline Publishing Group.

  • Dr. med. Grotenhermen, Franjo. Die Heilkraft von CBD und Cannabis. 2020. Hamburg. Rowohlt Verlag GmbH.

  • Herer, Jack. Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf. 2020. Solothurn. Nachtschatten Verlag AG.

  • Mag. pharm. Hofmann, Susanne. Mag. pharm. Ehrmann, Alexander. CBD: Die wiederentdeckte Naturmedizin. 2020. Murnau am Staffelsee: Mankau Verlag.

  • Leinow, Leonard. Birnbaum, Juliana. Heilen mit CBD: Das wissenschaftlich fundierte Handbuch zur medizinischen Anwendung von Cannabidiol. 2019. München. riva Verlag.

  • Watson – CBD ist das Gras der Stunde: 10 Fakten, die du darüber Wissen musst

  • ZDF Terra X – Die Geschichte des Cannabis

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